Ortsbeirat Dorf


Forum

Schönwalde-Glien e.V.

Hier erhalten Sie Informationen zum aktuellen Themen aus dem Ortsteil Schönwalde-Dorf.


Am 27.06.2017 16:40 Uhr

haben wir dem Hauptamt nachfolgende Mail übersandt. Hintergrund war nachfolgender Zeitungsartikel aus der MAZ vom 19.05.2017


Polo-Turnier soll 2000 Leute anlocken


Im September wird in Schönwalde erstmals der „Berlin Gold Cup“ mit vier Mannschaften ausgetragen. Die Veranstalter rechnen mit rund 2000 Besuchern, denen sie die anspruchsvolle und körperbetonte Sportart nahe bringen wollen.


Schönwalde-Dorf Inge Schwenger ist Polo-Spielerin mit Leib und Seele. Seit 20 Jahren dabei, Vorsitzende des Berliner Polo-Clubs, dessen Vereinsgelände sie nach Schönwalde gebracht hat. „Polo ist ein faszinierender Sport, unglaublich schnell, unglaublich intensiv“, sagt Schwenger. Allein den kleinen Kunststoffball in halsbrecherischem Tempo zu treffen, erfordert eine genaue Koordination von Schläger, Ball und Pferd. Wenn man dann noch darauf achten muss, niemanden über den Haufen zu reiten und wo sich die anderen Mannschaftskameraden auf dem Feld positioniert haben, wird das Ganze ziemlich anspruchsvoll.

Deshalb ärgert sich Schwenger auch gewaltig, wenn bei einem Polo-Turnier manchmal weniger der Sport im Mittelpunkt steht, sondern das gesellschaftliche Ereignis. Wenn einige Gäste beim Finale eher auf ihren Häppchen-Teller achten – oder die größten Hutmodelle – als auf das Geschehen auf dem Platz. „Bei einer Großveranstaltung wie der Formel 1 oder dem Admirals-Cup steht der Sport ja auch im Mittelpunkt - obwohl es ein gesellschaftliches Event bleibt“, sagt Schwenger.

Im Herbst hat sie nun selbst die Gelegenheit dazu, auf dem Landgut möglichst viele Besucher für die Schönheit ihres Sports zu begeistern. Vom 8. bis zum 10. September wird zum ersten Mal der „Berlin Gold Cup“ ausgetragen – ein Turnier mit vier Mannschaften. Neben dem Berliner Bolo-Club sind noch der Polo-Club Berlin-Brandenburg aus Falkensee, der Preußische Polo & Country Club Berlin-Brandenburg aus Phöben und eine Polo-Mannschaft aus Frankfurt am Main mit von der Partie.

Ganz auf den Event-Charakter soll auch in Schönwalde nicht verzichtet werden. Die Veranstaltung wird von der Frankfurter „Polo Sport GmbH“ organisiert, die auf die Vermarktung von Polo-Turnieren spezialisiert ist. Firmen, die das Turnier unterstützen, könnten ihre Kunden dorthin einladen und ihr Sommerfest dort ausrichten. Ein paar VIP-Zelte werden also auch am Rand des Polo-Platzes in Schönwalde stehen. Aber dafür ist der Eintritt zum Turnier frei.

Die Veranstalter rechnen für das ganze Wochenende mit bis zu 2000 Besuchern. Und auch, wer nicht in ein Sponsoren-Zelt eingeladen ist, soll auf seine Kosten kommen, mit Imbissbuden, Getränkeständen, Kinderschminken und einem großen Holzpferd, auf dem man den Schwung mit dem Polo-Schläger ausprobieren kann.Vielleicht entdeckt ja der ein oder andere Besucher während des Turniers seine Liebe zum Polo. „Wir freuen uns immer über neue Mitspieler“, sagt Inge Schwenger. Auch Anfänger und Jugendliche sind willkommen. Mit zwölf aktiven Spielern, von denen zur Zeit nur acht einsatzfähig sind, ist der Berliner Polo-Club – wie die andere Vereine auch – eher klein. Ob das daran liegt, dass Polo im Vergleich zu anderen Sportarten deutlich teurer ist?

„Klar, Fußballspielen ist günstiger. Aber Polo-Spielen ist auch nicht aufwendiger, als regelmäßig Reitunterricht zu nehmen“, sagt Inge Schwenger.

Von Ralf Stork


Und hier nun unsere Mail :


 

Sehr geehrte Damen und Herren,


In der Märkischen Allgemeinen Zeitung wird über ein geplantes Poloturnier im Ortsteil Schönwalde Dorf  im September berichtet. Die Veranstalter rechnen mit ca. 2000 Besuchern. Da die letzten Veranstaltungen ziemlich ungeordnet verliefen (es waren keine Parkplätze ausgeschildert, diverse Hinterlassenschaften wie Weingläser im Wald,) haben wir einige Nachfragen zu der geplanten Veranstaltung im September.


- Ist die Veranstaltung genehmigt?


- Welche Auflagen sind mit der Veranstaltung verbunden (Ausweisung von Parkplätzen)?


- Wie bekannt ist, sind die Parkplätze auf dem Schlossgutgelände bis heute nicht   hergestellt, wird   die Gemeinde an diesem Wochenende den Bedarfsparkplatz zur Verfügung stellen?


- Wo soll die Vielzahl an Pferdeanhängern sowie die Transporter stehen?


- Wie sollen die Besucherströme an diesem Wochenende gleitet werden?


- Wird das Ordnungsamt an diesem Wochenende aktiv sein und die Veranstaltung unterstützen?


- Wie wird für den Brandschutz gesorgt?


Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen 

Forum Schönwalde Glien

Melanie Stein


Bislang haben wir noch keine Antwort erhalten (Stand 21.07.2017), Herr Gastrock – unser Vertreter im Ortsbeirat Dorf – wird jedoch das Thema ansprechen.




Treffen von  Bürgern/Anwohnern und Vertretern des Pferdezuchtverbandes Brandenburg Anhalt sowie des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg am 17.03.2016 in Schönwalde-Dorf


Der Pferdezuchtverband  Brandenburg Anhalt sowie der Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg hatten zu einem Gespräch zwischen verärgerten Anwohnern im Bereich Schönwalde-Dorf und Vertretern der Reiter und  Pferdehofbesitzer im Gemeindegebiet geladen. Ziel dieser Veranstaltung war es, im Rahmen der Diskussion zur Einführung der Pferdesteuer, einen Konsens zu finden, der beiden Parteien  – Anwohnern und Reitern – gerecht wird, Standpunkte auszutauschen und gegenseitiges Verständnis einzufordern.


Nachdem nun dieses “ Schwert des Damokles“  in Form der Pferdesteuer über den Häuptern der Pferdehofbetreiber und Reitern in Form von wirtschaftlichen Einbußen mit Einführung einer Steuer schwebt, wurden endlich viele Pferdebesitzer und Verbände aktiv und suchen Lösungsmöglichkeiten,  den seit Jahren schwelenden Konflikt beizulegen.


 

Ferner sollte die öffentliche Ortsbegehung in Schönwalde Dorf allen Beteiligten  – Anwohner und auch Radfahrern und Wanderern -  aufzeigen, wo die Probleme  liegen und warum seit geraumer Zeit, gerade im Bereich Dorf, die Einwohner zunehmend durch die hohe Pferdeanzahl und den daraus resultierende Folgen verärgert sind.


Ausgangspunkt der Begehung und  Treffpunkt war das Schlossgut in Schönwalde-Dorf.


Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person übergab Frau Schünemann -  Vizepräsidentin des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg e.V. – nach einem  klaren Statement gegen die Pferdesteuer,  das Wort an Frau Dr. Schwenger – Holst. Sie  begrüßte ebenfalls die Teilnehmer und sprach über Rücksichtnahme und gute nachbarschaftliche Beziehungen, die ausgebaut  werden müssten!

Dies würden wir natürlich ausdrücklich befürworten! Es setzt jedoch voraus, dass auch seitens der Pferdehofbetreiber dieser Wunsch mit AKTIVEM HANDELN untermauert wird. Es darf nicht sein, dass ggf. nach Abwendung der Pferdesteuer alles so weiter geht wie bisher. Die Hofbesitzer dürfen sich nicht aus wirtschaftlichen Interessen scheuen, den Reitern, die das Motto  der gegenseitigen Rücksichtnahme nicht befolgen, eine klare Abmahnung auszusprechen.


 

Bei trockenem und  sonnigem  Frühlingswetter fand eine Begehung der vom Reitbetrieb stark gezeichneten Waldwege statt. Es wurde deutlich, dass die Waldwege von Spaziergängern und Radfahrern nicht mehr passierbar und nutzbar sind.


Herr Link - der Orts-Chronist -  brachte eine Karte mit den ausgewiesenen Radwanderwegen zur Vorlage und erläuterte die Kennzeichnung. Insbesondere  nach diesen Ausführungen und Kenntnis der aktuellen Situation wurde deutlich, dass es so nicht weiter gehen kann und Lösungen gefunden werden müssen!


Herr Holstein -  Revierförster aus Wansdorf – gab Einblicke in seine Arbeit und erklärte, warum  Pferde diese Schäden auf den Waldwegen verursachen.

Im Verlaufe der Besichtigung tauschten die Teilnehmer Pro und Contra Argumente einer Pferdesteuer aus und es wurde noch einmal der Wirtschaftsfaktor “Pferd" hervorgehoben.


Letztlich betonten alle, dass eine Lösung erarbeitet werden muss, die es Reitern, Wanderern und Radfahrern  ermöglicht, gemeinsam die Wege zu nutzen.

Im Rahmen der Diskussionen wurde eine Beschilderung  der Wege favorisiert,  die Reit- und Radwanderwege trennt.  Eine kurzfristige Ansprache der zuständigen  Mitarbeiter des Berliner Landesforstamtes und des Landesbetriebes Forst Brandenburg  wurde vom Veranstalter  zugesagt.


Die Zusammenkunft war laut Herrn Gastrock ein gelungener Auftakt für gegenseitiges Verständnis.


Zu wünschen bleibt, dass nicht nur die Diskussion  um die Pferdesteuer Grund für diese Aktivitäten sind.


Schönwalde-Glien, den 17.03.2016



Anbei der link zum Bericht der MAZ vom 19/20.März 2016:


http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Reiter-schlagen-eigene-Pferde-Spur-im-Wald-vor


Änderung der Besetzung des Ortsbeirates Schönwalde-Dorf mit Wirkung zum 08.12.2015



Mit Brief vom 29.11.2015 hat Herr Wank sein Mandat zum Ortsbeirat Schönwalde-Dorf mit sofortiger Wirkung niedergelegt.


Künftig wird daher Herr Siegbert Gastrock die Bürgerinteressen im Namen des Forum Schönwalde-Gien e.V. vertreten.



Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Herrn Gastrock.


                                                             ............................ und immer wieder Pferde,"Matschwege" und ein Ordnungsamt ohne Zuständigkeit !


Nachdem wir nun seit 2013 immer wieder auf "zerrittene" Fuß-und Radwege im Ortsteil Schönwalde-Dorf hingewiesen haben, ist dieser fatale Zustand nun auch Mitbürgern aufgefallen,die bislang das Problem und die Beschwerden Ihrer Nachbarn im Dorf als "unerheblich" abgetan und die Beschwerdeführer als Nörgler angesehen haben.


Wir wissen nicht, woran es nun liegt, dass hier augenscheinlich ein Umdenken stattgefunden hat, freuen uns aber über diese Einsicht. Zumal erboste Bürger uns darauf hingewiesen haben, dass nun erneut in unserem Dorf weitere 50 Pferde einen Stellplatz bekommen sollen. 


Nachfragen in der Verwaltung und beim Ordnungsamt der Gemeinde z.B. zu Baugenehmigungen und Vereinbarkeit der nahen Wohnbebauung wurden leider immer wieder mit dem Hinweis der "Nichtzuständigkeit" torpediert.


Wir haben uns daher erlaubt, das umfassende Problem in unserem Ortsteil Dorf und die damit einher gehenden Verwaltungsprozesse in einem Anschreiben an den Landkreis zu hinterfragen.


Das Antwortschreiben des Landkreises Havelland hat uns dazu bewogen, nun erneut einen Brief an den Hauptverwaltungsbeamten - Herrn Oehme - zu erstellen.


Das Anschreiben können Sie HIER einsehen.


Wir werden das Thema weiter verfolgen und informieren.



Schönwalde-Dorf am 07.11.2015



Der Vorstand zum Artikel : '' Das veräppelte Dorf '' aus der Märkischen Allgemeinen vom 30.08.2014


Vereinbarkeit von Groß- und Nutztierhaltung in Wohngebieten


Bereits weit vor  einem Jahr wurde durch uns - aufgrund von zahlreichen Bürgeranfragen – die Problematik aufgegriffen und um Initiative zur Behebung des Ärgernisses gebeten;  nunmehr hat die MAZ in ihrer Ausgabe vom 30.08.2014 dieses Thema aufgegriffen!


http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Das-veraeppelte-Dorf


Initiator? Bestimmt leider nicht die Gemeinde, denn die verwies bekanntlich (Schreiben vom 06.01.2014 nach Beschluss der Gemeindevertretung vom 12.12.2013) an das Bauordnungsamt des Landkreises Havelland.

Es gibt scheinbar neben uns jedoch auch noch andere „Interessierte“, die sich nicht so gerne weiter veräppeln lassen wollen.


Der seinerzeitige Ortsbeirat Schönwalde-Dorf hatte sich zwar dankenswerter Weise des Themas zum Teil aktiv angenommen, leider werden jedoch die unterschiedlichen Einzelthemen vermischt. Die Aktivitäten zum Eintritt in den Dialog mit den Betreibern der Pferdehöfe in Richtung des ehem. Bahnhofs scheinen - dank aller Beteiligten und somit insbesondere auch der dort ansässigen Betreiber der Pferdehöfe -, Früchte zu tragen. Der Dialog wird- wie im OB durch Frau Deutschländer „verkündet“- fortgesetzt; die Beteiligung des Forum ist scheinbar nicht beabsichtigt/gewünscht. Siehe hierzu auch unsere Anfrage Nr. 003/2013.


Leider sind aber nicht alle Betreiber so einsichtig und bemüht. Im Einzelnen:


1

Die Situation im Gebiet „Dorfstraße/ Fliegersiedlung/ Lilienthalweg“ besteht fort, es stank bspw. am 30. und 31.08.2014 nach wie vor wieder erheblich. Eine Anfrage an das Bauamt zur weiteren Entwicklung des Areals und zur Darstellung der momentanen Situation bezüglich der Nutzung (Haltung von Pferden), wurde im Auftrag der Anwohner am 13.08.2014 nebst eines aktuellen Katasterauszuges gestellt (Kosten Forum!); Antwort bisher leider Fehlanzeige. Falls wir hierzu mittelfristig keine Antwort erhalten sollten, werden wir mit einem offiziellen Antrag/Anfrage zur Offenlegung der Situation in der Gemeindevertretung aktiv werden. (Ergänzung vom 14.09.2014 :  Antwort des Amtes  zur derzeitigen Situation - LINK HIER -)


2

Die Entwicklung „Schlossgut“ wurde und wird von uns weiterhin nicht nur bis zum Abschluss des seit Januar 2013 zu überarbeitenden Nutzungsvertrages gesondert thematisiert. Darin vereinbarte Auflagen sind durch den Betreiber zu erfüllen, die bspw. nicht vorhandene „Hecke!“ an der Straßenseite „Dorfstraße“ spricht eigene deutliche Worte. Nicht nur wir nehmen diesen mit Kopfschütteln wahr sondern auch viele andere. Selbst der SPD Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung, formulierte schriftlich sein Unverständnis zur Situation gegenüber dem Ortsbeirat.

Eine „Abäppelung“ speziell der Koppeln vor dem Schlossgut als Hauptverursachungsquelle des beißenden Geruchs findet in den seltensten Fällen statt, es stank auch an den zuvor genannten Tagen wieder heftig und leider nachhaltig. Auch Gäste unseres Ortsteils haben bereits mehrfach diesen Zustand angesprochen. Das muss und darf so nicht sein, das Argument „Dorf“ trägt hier überhaupt nicht!


Was ist das für ein Umgang mit den Bürgern? Warum wird durch die Verantwortlichen nicht gehandelt?


So wird es nicht zu einem abebben der bestehenden Konfrontationen kommen. Da helfen auch nicht weitere „Runde Tische“ oder Angebote von der jetzigen „stellvertretenden Vorsitzenden“ des OB - Frau Deutschländer - an erboste Bürger, wie: „Na da setzen wir uns mal mit ein Gläschen Rotwein zusammen und besprechen alles“. Nachdem die Anliegen der Bürger - und des Forum - über Monate weitestgehend negiert wurden, ist dies wohl kein geeigneter Weg die längst überfälligen Maßnahmen zu bagatellisieren. Insbesondere da sich engagierende Bürger und das Forum stets als Querulanten hingestellt wurden.

Die bestehenden Regeln und Zusagen? müssen eingehalten werden; ansonsten gilt das Gesetz! Auch diese Gemeinde hat ein Ordnungsamt! Von den anderen Komponenten bis hin zu nächtlichen Ruhestörungen bis 04.00 Uhr morgens gar nicht zu sprechen. Jedoch aus Gründen des Beitrags zur Deeskalation der Gesamtsituation wurde nicht nur diese Situation von betroffenen Bürgern hingenommen, an Schlaf war da nachvollziehbar nicht zu denken. Dieser Teil des Themas wird bekanntlich unter Nr. 008/2013 weiter behandelt.

Der Punkt bleibt insgesamt weiter offen und besteht wie dargestellt somit aus drei Teilen.


Es bleibt daher festzuhalten:

Es ist für die Außenwirkung von Schönwalde-Glien und hier speziell für den Ortsteil Dorf mehr als schade, dass sich nunmehr auch die Presse der Problematik annimmt, obwohl wir das Thema seit über einem Jahr im Auftrag der Bürger bewegen. Was bleibt denn dem Bürger mehr als die Öffentlichkeit, wenn es an Aufklärung, Information und an einem konstruktiven Beitrag zum Meinungsbildungsprozess im Rahmen von Lösungen mangelt.

Ach ja, wir vergaßen, nicht die Gemeinde ist ja für die Bürger zuständig sondern das Bauordnungsamt des Landkreises Havelland! Bürgernähe oder was?


Bitte beachten Sie auch unseren Kommentar zum Artikel der MAZ unter unserer Rubrik ‘‘Presse‘‘.



Ärgernis für Anwohner in Schönwalde-Dorf am 20.06.2014 bis 22.06.2014 im Rahmen einer Polo-Veranstaltung


Am 20.06., 21.06. und 22.06.2014 fand auf der rückwärtig gelegenen Seite des Schlossgutes (Polowiese) eine Veranstaltung statt. Auf der Polowiese parkten, wie bereits in 2013, großflächig verteilt ca. 20 Fahrzeuge/LKW. Da sich die Wiese im Landschaftsschutzgebiet befindet, ist das Befahren und Parken dort nicht erlaubt. Die Fahrzeuge befuhren darüber hinaus den Fuß-/Radweg entlang zur Wiese, um auf diese zu gelangen. Die Regelungen nicht nur im B-Plan hierzu sind eindeutig, scheinen jedoch die Betreiber/Veranstalter und auch die Gemeinde nicht zu interessieren. Der Bürgermeister hatte auf seinerzeitige Rückfragen u.a. im Ortsbeirat mehrfach unmissverständlich darauf hingewiesen, dass bei derartigen Fällen -außerhalb der Erreichbarkeit des Ordnungsamtes- grundsätzlich die Polizei durch die Bürger benachrichtigt werden soll. Am 22.06.2014 erfolgte durch ProNatur, Frau Stein, der Anruf bei der Polizei. Durch die Beamten wurde das Vorkommnis aufgenommen, ein Einsatzbericht wird erstellt.

Die Beamten wiesen in einem ausführlichen Gespräch darauf hin, dass bei derartigen Fällen beim Ordnungsamt Anzeige zu erstatten ist. Es wurde erklärt, dass falls dort kein Personal für Kontrollen zur Verfügung steht bzw. dies durch die Gemeinde  nicht organisiert werden kann, ein Amtshilfeersuchen an Falkensee zu richten ist. Hierdurch kann dann sichergestellt werden, dass auch bei Veranstaltungen am Wochenende Kontrollen stattfinden. Fehlenden Kontrollen bei Veranstaltungen wurden von uns, wie aber auch von ProNatur, bereits mehrfach angesprochen. Die Polizeibeamten verstehen seit Jahren die Handlungen der Gemeinde nicht, da immer wieder Ereignisse eintreten, die eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde fallen. Die fehlende Beschilderung sorgt darüber hinaus gleichfalls für Unverständnis. Die Kennzeichen der Fahrzeuge wurden durch die Beamten nicht notiert, da aus ihrer Sicht der Veranstalter die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Veranstaltung trägt.


Bereits letztes Jahr wurde auch dieses Verhalten der Betreiberin des Gutes von den Bürgern kritisiert, Reaktionen der Gemeinde : Fehlanzeige (ein Handlungsbedarf wurde wegen fehlender Anzeige nicht erkannt!). Wir werden über die weitere Entwicklung berichten. Wir stellen darüber hinaus fest, dass eine Nutzungsvereinbarung mit der Betreiberin der Öffentlichkeit bis heute nicht bekannt ist. Scheinbar müssen die Bürger die Arbeit der Gemeinde machen und das ist „nicht gut so“. Dem Abwälzen der Verantwortung durch den Bürgermeister auf die Polizei wurde jedenfalls durch die anwesenden Beamten eindeutig widersprochen und eine Absage erteilt!


Damit sich jeder Leser unserer Web-Seite einen Eindruck vom bestehenden Schriftverkehr verschaffen kann stellen  wir nachfolgend die Anschreiben bzw.die Antworten des Amtes Schönwalde-Glien in chronologischger Reihenfolge als LINK (bitte anklicken ) zur Verfügung:


Mail an Amt Schönwalde-Glien vom 22.06.2014

Antwort Amt Schönwalde-Glien vom 08.07.2014

Schreiben an Amt vom 16.07.2014

Antwort Amt Schönwalde-Glien vom 23.07.2014

Schreiben an Landrat Dr.Schröder vom 19.08.2014

Antwort Kommunalaufsicht vom 08.09.2014


Ach übrigens :

Auszug aus unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2014:

Stärkere Kontrollen durch das Ordnungsamt - ggf. unter Aufstockung der Mitarbeiter -  zur Durchsetzung von allgemeiner Sauberkeit im Gemeindegebiet. Insbesondere Kontrolle der Wanderwege und Radwege zur Förderung der Attraktivität für Rad- und Wandertouristen. In den einzelnen Ortsteilen sind ‘‘Ortsbetreuer‘‘ im Rahmen der 450 EUR Verdienstgrenze einzusetzen, die regelmäßig für Ordnung und Sauberkeit sorgen.